Nichts ist dem Zufall überlassen

November 19th, 2008

Dass wir gestern über Biobaumwolle und Fair Trade berichtet haben, ist nicht rein zufällig so gewesen, sondern hatte einen bestimmten Grund: Mahret und Kathrin, die für den Otto-Mode-Blog “Two For Fashion” schreiben, haben nämlich die Green Glamour Blogparade ins Leben gerufen. Das heißt, alle Modeblogs sollten an einem bestimmten Tag einen Beitrag zum Thema Green Glamour posten. Dieser bestimmte Tag war gestern. Und weil wir dachten, dass Green Glamour eine gute Initiative ist, um das Thema umweltbewusster Mode an möglichst viele Leser zu bringen, nahmen wir prompt daran teil.

Es ist tatsächlich so, dass umweltbewusstes und ökologisches Handeln längst auch in der Modewelt angekommen ist. Vegane Schuhe und Pullover aus 100%-iger Biobaumwolle haben längst nichts mehr mit müsliessenden Atomkraftgegner in Birkenstocks zutun, sondern sind mittlerweile Trend. Sogar H&M bietet eine Organic-Cotton-Kollektion an, die modisch mithalten kann.

Das ist eine positive Veränderung, die sich hoffentlich nicht nur als kurzfristiger Trend entpuppt, der in der nächsten Saison schon wieder völlig out ist.

Was andere Modeblogs gestern zu diesem Thema geschrieben haben, könnt ihr auf Two For Fashion lesen!

Viel Spaß beim Lesen und beim Kauf eures eures nächsten T-Shirts, das hoffentlich Fair Trade gehandelt wurde und aus 100% Biobaumwolle besteht!

Laura

Berlin: Stark zieht um

November 19th, 2008

Ihre dritte Auflage wird die Berliner Modemesse Stark Anfang 2009 an einem neuen Standort feiern. Wie die Veranstalter bekannt gaben, zieht die Messe vom Stadtteil Prenzlauer Berg nach Kreuzberg. Der gewohnte post-industrielle Rahmen bleibt aber erhalten: Nachdem die ersten beiden Messen im ehemaligen Transformatorenwerk „Humboldt“ stattfanden, hat sich die Stark für die bevorstehende Januarveranstaltung das Umspannwerk Kreuzberg am Paul-Lincke-Ufer als neue Location gesichert.

Read the rest of this entry »

GREEN GLAMOUR: ARMEDANGELS

November 18th, 2008

1976, nach einer Hungersnot in Bangladesch, stellte Muhammad Yunus sich die Frage wie er der Einkommensschwachen Bevölkerung in seinem Land helfen kann. Anstatt armen Menschen wohltätige Spenden auszuzahlen, kam Yunus zu dem Entschluss Bedürftigen zu helfen, indem man ihre Geschäftsideen finanziert. 1983 gründete er schließlich die Grameen Bank, die Minikredite an Mittellose vergibt.

Mittlerweile ist Muhammad Yunus 68 Jahre alt und auch in der Modebranche ein fester Begriff. Zumindest bei Martin Höfeler und Anton Jurina. Die beiden Kölner haben sich während ihres VWL-Studiums nämlich von ihm inspirieren lassen und sich ganz nach seinen Vorstellungen dafür entschieden, ein Geschäftsmodell mit sozialem Hintergrund zu realisieren. 2007 gründeten sie armedangels, ihr eigenes Modelabel, für das sie nur 100 Prozent ökologisch angebaute Baumwolle aus fairem Handel verwenden.

 

In einem Interview mit fashionfreax, gibt Martin uns einen Einblick in seine Arbeit und Bemühungen die Welt so gut er kann zu verbessern.

 

Wie seid ihr auf die Idee gekommen T-Shirts und Sweater aus 100 Prozent Biobaumwolle herzustellen?

Als wir uns näher mit der Modebranche beschäftigt haben, mussten wir relativ schnell feststellen wie miserabel die momentanen Herstellungsbedingungen sind. Unsere erste Idee war es ein T-Shirt-Portal in Verbindung mit einem Charity-Projekt zu gründen: Das hat sich dann während unserer Recherchen und einer Schreckensmeldung nach der anderen allerdings weiterentwickelt. Nachdem uns klar war wie pervers der Baumwollanbau, die Umweltverschmutzung, der Preiskampf und die Löhne sind, wollten wir kein Produkt mehr verkaufen, das zwar zu einer Spende beiträgt, aber unter miserablen Bedingungen produziert wurde. Also haben wir uns gefragt, was wir an diesen Zuständen verändern können. So sind wir auf Biobaumwolle und Fairtrade gestoßen.

 

Und wo lasst ihr armedangels produzieren?

Generell wollen wir dort produzieren wo die Produktionsbedingungen schlecht sind, um Baumwollbauern ein angemessenes Einkommen zu sichern. Wir haben uns für Indien entschieden. In Indien ist das Thema Biobaumwolle schon seit Jahrhunderten bekannt, weil es dort die typische Art und Weise des Baumwollanbaus ist. Eigentlich hatten wir das Ziel unsere gesamte Produktion in Indien zu belassen, aber als kleines Label wird dir das sehr schwer gemacht.

 

Hast du denn das Gefühl, dass Biobaumwolle und Fairtrade ernstgenommene Themen in unserer Gesellschaft sind?

In den Medien sind Biobaumwolle und Fairtrade ja schon lange ein Thema. Aber ob die Message auch schon richtig beim Konsumenten angekommen ist – da bin ich mir nicht so sicher. Aber wir versuchen alles, damit sich gerade das ändert. Unser großes Ziel ist es das Verhältnis zu drehen: das nicht mehr 98Prozent und mehr Baumwolle auf konventionelle Art angebaut werden, sondern das Menschen umdenken und sich darüber bewusst sind wo Produkte herkommen und wie sie hergestellt werden. So, dass irgendwann nur noch 90 oder sogar 80 Prozent konventionell hergestellt werden.

 

Hat sich seit Beginn eurer Arbeit die Einstellung gegenüber Biobaumwolle geändert?

Ja, definitiv. Unser aller Ziel sollte aber sein, dass diese Art der Produktion irgendwann massentauglich ist. Deswegen finde ich es auch gut, dass C&A mittlerweile Biobaumwolle anbietet. C&A ist der größte Abnehmer für Biobaumwolle weltweit. Das ist einfach eine positive Veränderung! 

 

 

Laura 

Two for Fashion: Blogparade - Green Glamour

Design am Rhein 2009

November 15th, 2008

Bis zum 28. November kann man sich übrigens noch für den Igedo-Wettbewerb “Design am Rhein” bewerben. In diesem Jahr können sogar nicht nur Designtalente aus Deutschland, sondern aus ganz Europa teilnehmen.

Über die Teilnahmebedingungen und den Gewinn, könnt ihr euch auf www.igedo.com informieren! In der Jury sitzen unter anderem Kris van Asche, der Kreativdirektor von Dior Homme, und Anja Umann, Freelancerin für Yohji Yamamoto! 

Laura

Der Knigge Teil6

November 15th, 2008

7.Regel

Es ist der Gipfel der Nachlässigkeit einen weißen BH zu einem schwarzen Hüftgürtel zu tragen oder umgekehrt. Buntgemusterte Unterwäsche ist charmant kann aber narürlich nur unter blickdichten oder dunklen Kleidern getragen werden.Es empfiehlt sich  nicht, im Bereich der Lingerie das Gebot der Zurückhaltung in den Wind zu schlagen. Verwechseln sie schöne Wäsche nicht mit billigen, vulgären Zeug in den Herrenmagazinen

Der Knigge Teil5

November 14th, 2008

Ob unbewusst oder bewusst wenden sowohl Männer als auch Frauen zahlreiche Listen an, um das andere Geschlecht für sich einzunehmen, doch es ist eine traurige Tatsache, das Frauen fast immer weniger Diskretion walten lassen als Männer. Oft zerstören sie gerade bei dem Versuch, ihre natürlichen Vorzüge zur Geltung zu bringen, jede Spur von Eleganz. Kleidungsstücke, die als sexy bezeichnet werden, sind niemals wirklich elegant und nur für Vamps in Gangsterfilmen oder Comicstrips geeignet.

Was Männer wirklich anziehend finden:Lange Röcke, schmale Taillien und langbeinige Silhouetten. Kleidung die modisch ist aber nicht avantgardistisch, dezente luxuriöse Ausstrahlung, fast jede Schattierung von Blau, Weiß, sehr helles und dunkles Grau und Parfum, wobei die heutigen Männer leichtere Düfte bevorzugen als ihre Väter

 

Die zu einem Ensemble getragenen Accessoirs, gehören zu den wichtigsten Grundlagen einer eleganten Erscheinung. Ein bescheidenes Kleid kann seine Wirkung verdreifachen, wenn es mit einem schicken Hut, einer schönen Tasche und passenden Handschuh und Schuhen getragen wird. Unerlässich ist die Garnitur an Accessoirs in Schwarz und, wenn möglich eine weitere in Braun. Natürlich wäre es ideal, jede Garnitur an Accessoirs in zwei verschiedenen Varianten zu besitzen, nämlich eine sportliche und eine elegante.

Lilies

Michael Michalsky: Family&Friends

November 14th, 2008

Gestern Abend lud Michael Michalsky zum Family&Friends-Shopping in seinem Büro und Showroom in Berlin ein. Wie der Name schon sagt, hatten leider nur einige wenige Leute die Ehre sich in die Räume des Stardesigners zu begeben. Schade, denn wer sich zu den Happy Few zählen durfte, konnte zu echt richtig günstigen Preisen Artikel aus der aktuellen Herbst/Winter-Kollektin kaufen. Jeans, die sonst um die 300€ kosten, gab es für nur 40€, Strickjacken für 35€ und Gürtel für 15€.

Und als ob das nicht schon genug wäre – Michael Michalsky höchst persönlich war anwesend, begrüßte jeden Gast freundlich und gab Hinweise zu Materialien. 

Laura

Comme des Garçons bei H&M

November 13th, 2008

9:45h – Berlin (13.11.2008), H&M im Alexa: 80 Leute warten sehnsüchtig auf die Eröffnung der H&M-Filiale um einen Artikel aus der heiß begehrten Comme des Garçons-Kollektion zu ergattern. Als der Gong des Einkaufszentrums um 10h endlich das Shopping einläutet, kommen drei bullige Türsteher aus der Filiale und ein H&M-Mitarbeiter in schwarzen H&M-Comme-des-Garçons-T-Shirt, der die Modefreax willkommen heißt und viel Spaß beim Shoppen wünscht. Und kaum sind die riesigen Glastüren zur Seite geschoben, stürmt die Masse in den Laden hinein.

Um 10:03h, also drei Minuten nach Einlass, waren die Kleiderstangen bei den Damen bereits wie leer gefegt. Es gab keine Blusen, keine Cardigans, keine Wolljacken und keine Hosen mehr. Nur vereinzelt lagen in den Regalen noch ein paar rosane Hemden und schwarze Longsleeves – Artikel, die auch aus der „normalen“ H&M-Kollektion sein könnten. Auf die Frage, ob im Lager noch Comme des Garçons vorrätig sei, antwortete eine Verkäuferin: „Nein, die Sachen hier sind die einzigen, die wir haben.“

Comme des Garçons H&M

Auch bei den Männern sah es ein paar Minuten nach Zehn schon ziemlich rar aus. Es gab zwar noch ein paar Mäntel, Pullover und Anzüge, aber auch nur in den größten Größen.

Die Werbekampagne, die schon seit Wochen die ganze Stadt vollpflastert, hatte also vollen Erfolg. Rei Kawakubo, die sich selber gar nicht als Modedesignerin ansieht und mit der Modebranche auch eigentlich nichts am Hut haben möchte, hatte sich die Kampagne zwar anders vorgestellt, aber auch sie wird spätestens jetzt zufrieden sein. Wenn es nach ihr gegangen wäre, hätte man auf den Werbeplakaten kein einziges Teil aus der Kollektion gesehen. Aber das war H&M dann doch zuviel Individualität und konnten niemand Geringeren als Peter Lindbergh für das Shooting der Kampagne gewinnen.

Auch andere Blogger ließen sich dieses Event nicht entgehen – es war nicht nur ein Shoppingereignis, sondern auch interessant zu beobachten wie modeverrückt manche Leute sind. Frauen und Männer jedes Alters haben sich heute Morgen angerempelt und geschubst um etwas von Comme des Garçons zu ergattern. Egal, ob sie es für sich selber kauften oder um es weiter zu verkaufen. Um elf Uhr waren bei ebay bereits die ersten H&M-Comme des Garçons-Artikel online!

Laura

Pierre Cardin

November 12th, 2008

Wer das Glück hat in Berlin zu leben, muss sich in nächster Zeit dringend auf die Tauentziehenstraße begeben: Peek&Cloppenburg präsentiert in seinen Schaufenstern aktuelle und historische Pierre Cardin-Modelle. Letzte Woche war der 86-jährige Modeschöpfer sogar höchst persönlich im Haus und hat sich den Fragen neugieriger Kunden gestellt.

Pierre Cardin, der 1950 sein eigenes Haute-Couture-Atelier eröffnete, ist vor allen Dingen für seine symmetrischen Schnitte und synthetischen Materialien bekannt. Er gilt neben Paco Rabanne und André Courrèges als Erfinder der futuristischen Mode. Außerdem präsentierte er 1959 als erster Couturier eine Prêt-à-porter-Kollektion und verstörte damit die Modewelt.

Rei Kawakubo für H&M

November 11th, 2008

Nur noch zwei Mal schlafen, dann ist es endlich soweit: H&M verkauft in exklusiven Stores die Kollektion, die Rei Kawakubo, die Gründerin und Designerin von Comme des Garçons, für das schwedische Modeunternehmen entworfen hat. 

Wer stolzer Besitzer eines Artikels dieser Kollektion sein möchte, sollte entweder sehr früh aufstehen oder vor einer der ausgewählten H&M-Filialen zelten. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die H&M- Kooperationskollektionen mit Designern immer schnell vergriffen sind. Beispielsweise waren viele Kleider der Roberto Cavalli-Kollektion im letzten Jahr schon kurz nach Ladeneröffnung ausverkauft. 

Comme des Garçons blieb während der Zusammenarbeit mit H&M seinem Stil treu: viel Schwarz, viel Dunkelblau, viele Punkte, viele flache Schuhe. 

In welchen Filialen ihr die Kollektion kaufen könnt seht ihr auf der Homepage von H&M !

Laura