Gisele Bündchen für Colcci

Vor der Mercedes-Benz Fashion Week in Berlin (1.-4. Juli 2009) fand in Brasilien die São Paulo Fashion Week statt, welche einen Ausblick auf die lateinamerikanische Idee des Sommers 2010 bietet: luftig und sexy.

Zu Lateinamerikas wichtigster Modenschau, der São Paulo Fashion Week, wird in der 11 Millionen Metropole nicht mit Extravaganzen zurückgehalten. Vorherrschend bei bekannten Labels wie Colcci werden für 2010 Asymmetrie, Schnürungen oder Raffungen sein – alles knapp bemessen. Für das brasilianische Label lief unter anderem Topmodel Gisele Bündchen (29), die nach allen Dementis jetzt doch zugab von ihrem Ehemann und Footballer Tom Brady (31) schwanger zu sein. Sie führte im Übrigen keine Bademode vor. Unter „Ferner liefen” führte Jesus Luz, der derzeitige Lebensabschnitts-Gefährte von Popstar Madonna (50), die Herrenmode Collcis vor. Der 22-Jährige „glänzte” vor allem durch seinen trainierten Oberkörper. Die Kollektion der brasilianischen Designers/Künstler hatte das Thema „kalifornischer Sommertag in den Achtzigerjahren”, erinnerte aber eher an: Pocahontas in der Hippie Kommune.

 

Weiterhin wurde der Future-Trend in Teilen von dem brasilianische Label Osklen verfolgt. Glänzende und teilweise durchsichtige Stoffe wurden farbenreich mit weich, weit fallenden Schnitten kombiniert und die Models metallisch schimmernden Perücken versehen. Das Modehaus Iodice ging ebenso modern, aber klassischer und betont eleganter, seine Modeschau auf der São Paulo Fashion Week an. Das in den 80er-Jahren von Waldemar Iodice gegründete Unternehmen spielte, wie so viele Designer, mit Asymmetrie bei den Abendkleidern und stilvoller Lässigkeit bei der Tageskleidung.

Bei einer Vielzahl von Trends und Variationen bleibt für uns Europäer von der São Paulo Fashion Week festzuhalten: Bikinis sitzen knapp auf der Hüfte, Badeanzüge müssen ausgefallen genug sein, damit man nicht als verklemmtes Mäuschen abgestempelt wird (für Beides sei eine passende Figur empfohlen) und die Mode abseits des Strandes darf luftig und dennoch Figur umschmeichelnd sein. Die Mittel, d.h. Stilrichtungen, sind fast offen. Spielarten sind, wie oben erwähnt: Asymmetrie, Schnürungen, Raffungen.

Das wird ein heißer Sommer – zumindest in Lateinamerika.

 

 

Jörg


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